Donnerstag, 31. Dezember 2009

die Bilder zum R500 Highline

Hier noch, wie versprochen, die Bilder vom Scania R500 Highline, Modell 2007:


"que lindo, que camioncito!" (ach wie süß, das Lastwägelchen!)

die Amaturen sind soweit ganz schön

albernes "Rotlicht" an der Decke, leuchtet nach hinten und hat überhaupt keinen Effekt

wenn man auf dem Gas steht, stößt man an den Flaschenhalter!!

das "Bett" kann nur benutzt werden, wenn beide Sitze nach vorne geschoben wurden (!!), mal eben raus zum pinkeln ist da nicht, ohne Bastelaktion...

Platz für nen Kühlschrank gibts nicht, außer auf dem Bett oder Sitz, alternativ kann man natürlich den kleinen, für ca. 1000 Euro mitbestellen...

das ist alles, was an "Stauraum" unterm Bett zu finden ist, der Kasten links ist verbaut und nicht nutzbar, bei neueren Modellen als 2. Außenstaufach (gegen Aufpreis, natürlich!) nutzbar.

das obere "Bett" spottet jeder Beschreibung!!

Die Gardinen sind so aufgehangen, das da schön Licht durchfällt, traurig aber wahr.


Wenn sich schon mal jemand gefragt hat, wieso an neueren Scanias, der R-Serie, niemand mehr "King of the Road" drangemalt hat, der weiß jetzt warum, diese Zeiten sind vorbei. Die Kabine wurde zwar seit 2007 noch mal etwas überarbeitet, trotzdem ist das ein Witz, was man hier anbietet, mit sowas fahr ich bestimmt nicht!
Man, war ich froh, endlich wieder in meinem 4er Topline zu sitzen, als ich mit Marilin, Jake und Jacky zur Weihnachtstour, Richtung Leipzig, aufbrach!

Samstag, 19. Dezember 2009

Heimfahrt im Scania R500 Highline

Ich hatte ja kürzlich das Glück - oder vielmehr Pech - mit José-Davids Scania R500 Highline, von Frankreich aus, heimfahren zu dürfen.
Meine Chefs, Pedro und Pepe, haben ja alle 9 neueren Autos, in unserer Firma, als "Higline"-Modell gekauft. Higline ist, mehr oder weniger, ein nur halbhohes Dach auf der Hütte.
Nach 3 Tagen, mit dem Ding unterwegs, kann ich folgendes Urteil abgeben: Unterstes Niveau, schlimmer gehts nimmer! Ich hab paar Bilder gemacht, die kann ich aber erst später einfügen, hab grade techniche Probleme, am PC.
Wenn man mal vom Arbeitsplatz ausgeht, fahren lässt der sich schon gut, auch wenn die "Opticruise"-Automatik nicht gerade angenehm schaltet, die Bremstempomat- und Tempomat-Bedienung an einer ergonomisch absolut ungünstigen Stelle, unten mittig im Lenkrad, angebracht ist, das konnte alles ein 96er MAN F2000 besser. Der Fahrersitz hatte ein komisches Feder-verhalten, sagte mir gar nicht zu, konnte ihn auch nicht so justieren, wie ichs gerne gehabt hätte.
Ich glaube, als die Ingineure von Scania diese Hütte konstruiert haben, kamen die gerade von nem Elch-Grillfest und waren total besoffen, anders kann ich mir das nicht erklären, so realtitätsfremd das Ding zu präsentieren, praktisch vom 4er Scania zurückentwickelt. Die haben sich gesagt. "kommt, jetzt lasst uns die mal richtig verarschen, nicht nur so ein bißchen, neee, richtig, mit allen Schikanen. Kein richtiges Bett, keinerlei Stauraum un nur minimale Ablagen. Ihr werdet sehen, die Idioten werden trotzdem Schlange stehen, den Dreck zu kaufen, genauso wie sie Wünschelrutengängern glauben und für jeden Mist Unmengen Geld spenden, noch dazu werden wir höhere Preise verlangen, als die Konkurenz mit größeren Autos".
Unterm unteren "Bett" gibts nur eine Schublade, halb so groß wie beim 4er, der aber trotzdem einen doppelt so hohen Motortunnel hat ?!ß!, man kann aufs Außenstaufach zugreifen, auf der anderen Seite gibts gleich mal gar keinen Stauraum. Das Obere "Bettchen" spottet jeder Beschreibung, ist gerade mal so breit, wie mein Untgerarm lang ist, lässt sich wirklich nur als Ablage benutzen. Das Kinderbett von meinem 1 jährigen Sohn Jake Martin, ist übrigens 7 cm breiter!!! Kollege Juan nimmt deshalb seinen 15-jährigen Sohn nicht mehr mit auf Tour, weil kein ordentlicher Platz zum schlafen da ist. Und auch als Alleinfahrer, zu schlafen gehen muß man die halbe Karre umbauen und wer viel Gepäck hat, das ganze aufs Amaturenbrett verfrachten...
Ich frag mich, wie es da manche Firmen fertigbringen, mit so einer Spielzeughütte (man denkt, man sitzt im Axor oder im 814er) sogar 2 Mann loszuschicken!!!
Was wirklich schade ist, ist, das selbst beim Topline-Fahrerhaus, also der großen Hütte, die "Betten" genauso armselig sind. Da kann ich nur sagen, wenn das Ding außen auch noch so schön gestylt ist, ich weiß leider, wie es innen aussieht, der Fahrer tut mir leid, da reißen es auch 620Ps nicht raus, die man vielleicht hat.
Schade, das sich die Scania-Ingineure (falls da überhaupt welche sind), sich nicht mal paar andere Modelle, MAN oder DAF, als Beispiel nehmen, schließlich ist man angeblich "Premium-Hersteller"...

Für mich kommt so ein "Highline" jedenfalls nicht in Frage, das mach ich nicht mit. Schließlich bin ich mehr Tage im LKW unterwegs, als zu Hause, da hab ich ein Recht auf ein ordentliches Auto und auch ein recht auf ein ordentliches Bett. Wenn also irgendwann mal die Zeit gekommen ist, meinen 4er Scania Topline abgeben zu müssen, werde ich mir dann wohl, wohl oder übel, eine neue Firma suchen müssen.

Wenn man so einem Karre, seinem Personal, in Amerika hinstellen würde, ich glaube, der Fuhrparkleiter würde geteert und gefedert davongejagt werden.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Panne in Frankreich

Diesmal hat es mich mit einer Panne in Frankreich erwischt. Hatte in St Mihiel, Nähe Verdun, bei Bonduelle, abzuladen. Bis dahin kam ich noch, wenn auch, auf den letzten Kilometern, mit irritierenden Geräuschen aus dem Differential. Am nächsten Morgen, als ich an die Rampe setzten wollte, gab es dann ein großes "Kracks", mitten auf der Straße, beim rückwärtsfahren. Nix ging mehr. Nur mit aller Macht konnte ich wieder gerade ziehen, um nicht die ganze Straße zu blockieren. Machte erst einmal Rundruf, bei Scania und meinem Chef. Danach sattelte ich ab, bevor gar nix mehr ging. Ein hilfsbereiter italienischer Kollege stellte meinen Frigo dann an die Rampe, ein Spanier den leeren Trailer dann auf den Parkplatz. Inzwischen war der Service-man da, konnte nix machen, Fifferntial komplett im Eimer. Mein Chef Pepe entschied, mir einen Tieflader zu schicken, mit 2 Kollegen und einer anderen Zugmaschine. Die haben für sowas eine Versicherung und die Reperatur ist hier in Spanien, in unserer Heimatwerkstatt, erheblich billiger. Meine Kollegen, Gines und José-David, sollten am nächsten Nachmittag, nach 20 Std. Fahrt bei mir eintreffen. Zunächst mußte ich erst mal die Zugmaschine von der Straße, wo sie immer noch stand, kriegen. Rückwärts ging gar nix mehr, irgendwie mußte ich aber wenden, also mit aller Macht 5 Meter rückwärts eingeschlagen und dann vorwärts über ein zugefrorenes Feld (es herrschten -5 Grad) geschafft, zu wenden und die 200 Meter bis zum Parkplatz zu kriechen. Aus dem Differntial kamen dabei so bösartige Geräusche, die kann man garnicht beschreiben. Beim Versuch noch 2-3 Meter rückwärts zu schieben, gab es dann endgültig auf. Na was solls, hatte ich schönen TV-Nachmittag und Abend.
Als Gines und José-David eintrafen, ruck zuck die Zugamschine abgeladen, meinen draufgewürgt (ging grad noch, mit sämtlichen 580Ps, im 1. Gang!!!). Meinen Frigo haben wir an die mitgebrachte Zugmaschine gehängt und ich konnte dann um 15.00 Uhr los. Die beiden mußten eh erst mal übernachten.
So machte ich mit einem R500 - Highline, auf den Weg nach Hause, zunächst mal leer. Was für ein Witz, diese Hütte, dazu schreib ich mal einen extra post.
Am Mittwoch hab ich rund um Girona, in Schlachthöfen, Fleisch für Alicante geladen.
Heute, nach einem kleinen Zwischestop in Valencia, wo ich Jakes Pass abholen konnte, abgeladen und ab, nach Hause.
Meine Zugmaschine war gestern Abend in der Werksatt eingetroffen, die beiden konnten ja nonstop durchknallen. Morgen, am Freitag Mittag, soll die Reperatur fertig sein.

Sorry, diesmal keine Fotos, mein Laptop hat schlapp gemacht (kann froh sein, das nicht aus dem Fenster geflogen ist...), mit den darauf gespeicherten Bildern, die natürlich schon von der Kamera gelöscht hatte.

Am Samstag werden wir, Jake-Martin, Marilin und ich, per LKW nach Deutschland starten und zu Weihnachten bei meiner Familie in Leipzig sein. Jacky werden wir wohl inzwischen in eine Tierpension geben, wenn es klappt.