Mein Fazit, nach einem Tag, auf dem POLLEY-"Truck-Stop" in Merck, Calais, unterstes Niveau, hier komm ich nie wieder her!
Das parken kostet, für 48 Stunden, 38 Euro, da hat man einen Coupon für den Cash+Carry-Markt dabei (5 Euro, aber dort herrschen englische Preise, da gibts das Zeug ja an den Tankstelllen billiger...). Restaurant gibts nicht, obwohl schon von der Autobahn her, gross Messer und Gabel angezeichnet sind. Gibt zwar ne Imbiss-Bude, aber die ist zu!
Stehen ca. 200 LKW hier, davon weniger als 10 mit nicht-osteuropäischer Herkunft, halb Ungarn ist da (-> Kuruzzen...)!
Entsprechend versüfft sind die Sanitärräume! Das hab ich ja noch nicht gesehen. Von Wasserspülung scheinen die noch nie was gehört zu haben. Klopapier gibt übrigens nur vorne, am Eingang, von einer zentralen Rolle... Da scheiss ich doch lieber in den Wald, nächstes Mal. Duschen geh ich da auf jeden Fall nicht, krieg ich ja noch die Krätze!
Sämtliche Müllcontainer sind überfüllt.
Hier komm ich jedenfalls nicht wieder her, auf der anderen Seite gibts noch so einen Security-Parkplatz, "all4trucks", da scheints wirklich ein Restaurant zu geben.
Na, mal sehen, werde ja noch bis morgen Nachmittag hier stehen...
War vorhin mal per Velo unterwegs, aber, hier in Merck, wie auch in Calais, sind ja Sonntags die Bordsteine "hochgeklappt", tote Hose, ausserdem war es nieselig. Also wieder zurück und TV-Nachmittag/Abend.
Sonntag, 29. Mai 2011
Samstag, 28. Mai 2011
Kuruzzen !!
Kuruzzen waren vor einigen Jahrhunderten, eine Truppe Osteuropäer, die verwüstend und brandschatzend durchs Land zogen (siehe z.B. hier ->), vor allem Ungarn und Österreich. Mir sind sie vor allem aus den Comics meiner (DDR-) Kindheit bekannt (immer die Bösen), Mosaik, mit den Abrafaxen (bzw. früher den Digedags).
Nachdem man nun viele Jahre nichts mehr von denen gehört hat, sind sie jetzt wieder da!! Und zwar per LKW...
Heute morgen hab ich mal, zum Spass, eine Strichliste gemacht, zw. Strassbourg und St. Avold, welcher Herkunft die Lastwagen, in meiner Richtung, so waren (gut, es ist Samstag, da sind die meisten Franzosen zu Hause): gesehen hab ich genau 70 Laster, davon waren 48 osteuräischer Herkunft (die Anhänger allerdings zu 60% deutsch/belgisch/französisch, etc.) und ganze 17 waren "normale", mit rundum westeuräischen Kennzeichen. Was auch nix heisst, schliesslich sitzt,z.B.im spanischen Führerhaus wahrscheinlich eher kein Spanier, sondern Bulgare/Rumäne.
Wer mich kennt, weiss, das ich kein Freund von allem, was von jenseits der Oder-Neisse kommt, bin. Dabei bin ich ja selbst Ausländer im Ausland, aber, ich wohne ja auch da, zu den gleichen Bedingungen, wie die "Eingeborenen"...
Die Kuruzzen aber, fallen hier ein, in Herrschaaren, meistens mit 2-Mann-Besatzung und 2000-L-Tank! Das ist unsere Arbeit, die die hier machen! Denn, es ist ja nun nicht so, das die von Polen, Ungarn oder Litauen, irgendwas nach hier, oder von hier nach dort, transportieren, nein nein, von Deutschland nach England, Spanien, usw...
Irgendwann wird es mal gewaltig scheppern, in Europa, wenn die Leute endgültig die Schnauze voll haben, von "Europa", das uns die, völlig realitätsfremden, Politiker eingebrockt haben. Die ersten Länder, wie Dänemark, haben schon wieder Grenzkontrollen eingeführt, weil sie es leid waren, das ganze Banden einfallen und Häuser ausrauben, etc., und dann ungehindert davonfahren können...
Ich finde das schön, das man nach der Schweiz auch Kontrollen (und natürlich Zoll) hat und das auch so bleibt (wenn auch nur stichpunktartig).
Kollege Daniel wurde übrigens gerade gestern, in La Jonquera (beim "Moli"-Restaurant) mit Gas (beim schlafen) ausgeraubt!!! Wahrscheinlich hatte man vorher irgendwie seine Funkfrequenz, der Fernbedienung, kopiert und gestört, denn zunächst kam er nicht ins Auto rein und deswegen sogar die Mossos (catalanische Polizei) geholt. Natürlich waren das keine Spanier...
Ich steh gerade auf dem bewachten "POLLEY"-Parkplatz, kurz vor Calais und leider bin ich hier wohl der einzige, "normaler" Herkunft...
Hab diesmal eine England-Tour, mit Medikamenten, kann aber erst am Dienstag abladen, also mach ich hier Wochenende.
Am Donnerstag besuchte mich mein Bruder Falk, mit seiner Freundin, in Müntschemier, als ich gerade Pause machte. Waren auf der Durchreise, vom Frankreich-Urlaub, über ein paar Tage auch in der Schweiz.
Vergangene Woche bin ich auch mal durch den schweizer Jura gekommen, schöne Ecke, aber leider französischsprachig!
Noch eine Anmerkung zu den Kommentaren, vom letzten Post:
Das wir nach Deutschland gehen, ist wohlüberlegt. Schliesslich kommen wir auch "nur" zum wohnen, dahin, wir gehen ja an die schweizer Grenze und ich werde auch weiterhin dort arbeiten, hab ja einen guten Job und in CH gibts genug davon, sicher wird sich auch für Marilin etwas finden, vielleicht ja auch in D. Ich könnte werweisswieviel verdienen, trotzdem bin ich nich gewillt, nur allein fürs wohnen 1500Fr hinzulegen (mindestens). Ausserdem, Marilin lern gerade deutsch, aber in der Schweiz hätte sie es schwer, weil schwizerdütsch ist ja teilweise auch für unsereinen nich so einfach. Das kann sich ja später, bei entsprechender Bezahlung, immer noch ändern.
Man kann ja auch nicht sagen, Deutschland wäre schlecht, schliesslich kommen weit über 80 Millionen ja dort auch zurecht! Und die wenigsten sind auf Sozialhilfe angewiesen! Sicher, die Bezahlung mag, in vielen Jobs, zu wünschen übrig, aber arbeiten werde ich ja in Deutschland sowieso nie wieder (zumindest nicht als Angestellter).
Die guten Dinge merkt man erst, wenn man eine Weile weg ist, Sozialsystem und Gesundheitsvorsorge gibt es in dem Stil kaum woanders, auch wenn viele jammern, wieviel sie zuzahlen sollen! In Spanien, z.B., würden sie sich aber wundern, da darf man sich zum grössten Teil selbst um alles kümmern.
Ein weiterer Punkt ist, da ich ja durch ganz Europa fahre, weiss ich, so billig einkaufen, bei gleichzeitig besserer Qualität, wie in Deutschland, ist kaum möglich. Dazu noch bessere Auswahl.
Ja, selbst von Kanada sind schon so manche Leute zurückgekommen.
Für uns zählen aber in erster Linie persöhnliche, familäre Gründe. Wir wollen einfach nicht mehr tausende Kilometer, bis zum nächsten Verwandten, die uns eigentlich sehr wichtig sind, haben.
Nachdem man nun viele Jahre nichts mehr von denen gehört hat, sind sie jetzt wieder da!! Und zwar per LKW...
Heute morgen hab ich mal, zum Spass, eine Strichliste gemacht, zw. Strassbourg und St. Avold, welcher Herkunft die Lastwagen, in meiner Richtung, so waren (gut, es ist Samstag, da sind die meisten Franzosen zu Hause): gesehen hab ich genau 70 Laster, davon waren 48 osteuräischer Herkunft (die Anhänger allerdings zu 60% deutsch/belgisch/französisch, etc.) und ganze 17 waren "normale", mit rundum westeuräischen Kennzeichen. Was auch nix heisst, schliesslich sitzt,z.B.im spanischen Führerhaus wahrscheinlich eher kein Spanier, sondern Bulgare/Rumäne.
wo ein deutscher Name dransteht und deutsches Kennzeichen am Anhänger ist, muss ja noch lange keine deutsche Zugmaschine dranhängen!
Wer mich kennt, weiss, das ich kein Freund von allem, was von jenseits der Oder-Neisse kommt, bin. Dabei bin ich ja selbst Ausländer im Ausland, aber, ich wohne ja auch da, zu den gleichen Bedingungen, wie die "Eingeborenen"...
Die Kuruzzen aber, fallen hier ein, in Herrschaaren, meistens mit 2-Mann-Besatzung und 2000-L-Tank! Das ist unsere Arbeit, die die hier machen! Denn, es ist ja nun nicht so, das die von Polen, Ungarn oder Litauen, irgendwas nach hier, oder von hier nach dort, transportieren, nein nein, von Deutschland nach England, Spanien, usw...
Irgendwann wird es mal gewaltig scheppern, in Europa, wenn die Leute endgültig die Schnauze voll haben, von "Europa", das uns die, völlig realitätsfremden, Politiker eingebrockt haben. Die ersten Länder, wie Dänemark, haben schon wieder Grenzkontrollen eingeführt, weil sie es leid waren, das ganze Banden einfallen und Häuser ausrauben, etc., und dann ungehindert davonfahren können...
Ich finde das schön, das man nach der Schweiz auch Kontrollen (und natürlich Zoll) hat und das auch so bleibt (wenn auch nur stichpunktartig).
Kollege Daniel wurde übrigens gerade gestern, in La Jonquera (beim "Moli"-Restaurant) mit Gas (beim schlafen) ausgeraubt!!! Wahrscheinlich hatte man vorher irgendwie seine Funkfrequenz, der Fernbedienung, kopiert und gestört, denn zunächst kam er nicht ins Auto rein und deswegen sogar die Mossos (catalanische Polizei) geholt. Natürlich waren das keine Spanier...
Ich steh gerade auf dem bewachten "POLLEY"-Parkplatz, kurz vor Calais und leider bin ich hier wohl der einzige, "normaler" Herkunft...
Hab diesmal eine England-Tour, mit Medikamenten, kann aber erst am Dienstag abladen, also mach ich hier Wochenende.
Am Donnerstag besuchte mich mein Bruder Falk, mit seiner Freundin, in Müntschemier, als ich gerade Pause machte. Waren auf der Durchreise, vom Frankreich-Urlaub, über ein paar Tage auch in der Schweiz.
Johanna und Falk
Vergangene Woche bin ich auch mal durch den schweizer Jura gekommen, schöne Ecke, aber leider französischsprachig!
Noch eine Anmerkung zu den Kommentaren, vom letzten Post:
Das wir nach Deutschland gehen, ist wohlüberlegt. Schliesslich kommen wir auch "nur" zum wohnen, dahin, wir gehen ja an die schweizer Grenze und ich werde auch weiterhin dort arbeiten, hab ja einen guten Job und in CH gibts genug davon, sicher wird sich auch für Marilin etwas finden, vielleicht ja auch in D. Ich könnte werweisswieviel verdienen, trotzdem bin ich nich gewillt, nur allein fürs wohnen 1500Fr hinzulegen (mindestens). Ausserdem, Marilin lern gerade deutsch, aber in der Schweiz hätte sie es schwer, weil schwizerdütsch ist ja teilweise auch für unsereinen nich so einfach. Das kann sich ja später, bei entsprechender Bezahlung, immer noch ändern.
Man kann ja auch nicht sagen, Deutschland wäre schlecht, schliesslich kommen weit über 80 Millionen ja dort auch zurecht! Und die wenigsten sind auf Sozialhilfe angewiesen! Sicher, die Bezahlung mag, in vielen Jobs, zu wünschen übrig, aber arbeiten werde ich ja in Deutschland sowieso nie wieder (zumindest nicht als Angestellter).
Die guten Dinge merkt man erst, wenn man eine Weile weg ist, Sozialsystem und Gesundheitsvorsorge gibt es in dem Stil kaum woanders, auch wenn viele jammern, wieviel sie zuzahlen sollen! In Spanien, z.B., würden sie sich aber wundern, da darf man sich zum grössten Teil selbst um alles kümmern.
Ein weiterer Punkt ist, da ich ja durch ganz Europa fahre, weiss ich, so billig einkaufen, bei gleichzeitig besserer Qualität, wie in Deutschland, ist kaum möglich. Dazu noch bessere Auswahl.
Ja, selbst von Kanada sind schon so manche Leute zurückgekommen.
Für uns zählen aber in erster Linie persöhnliche, familäre Gründe. Wir wollen einfach nicht mehr tausende Kilometer, bis zum nächsten Verwandten, die uns eigentlich sehr wichtig sind, haben.
Donnerstag, 26. Mai 2011
seltene Momente
Seltene Momente sind die, leider, wo ich mal zu Hause bin. Gut, das war uns vorher klar, das es so kommen wird, aber, in der Realität macht es mir doch etwas mehr zu schaffen, als gedacht.
Gut, letzte Woche war ich mal wieder da, wen auch nur kurz, hatte nämlich in Madrid, wie üblich, bei Iberia abgeladen und dann das Wochenende praktisch frei (die obligatorische 45h-Pause). Dann per Fern-Bus (Alsa Supra) bis nach Cartagena und dort wurde ich von Christoph abgeholt. Mit dem Zug (der schneller gewesen wäre, konnte ich nicht fahren, weil - typisch 3. Welt - keine Plätze mehr frei gewesen waren...).
Am Sonntag musste ich aber dann leider schon wieder los, nachmittags, um Montag Abend in Perpignan zu sein, mit entsprechender Ruhepause. Jetzt hab ich aber den BMW in Madrid, am Flughafen stehen, so das ich nächstes Mal flexibler bin. Jetzt im Sommer wird es wahrscheinlich auch öfter vorkommen, dass ich auch mal 3-4 Tage da bleiben kann, wenn es weniger Rückladungen gibt.
Im Moment bin ich gerade wieder mal in Chavaillon, zum laden, sitze mit Kollegen Daniel bei Mc Donnalds. Hier ist ja Wifi-Zugang - daher auch ein seltener Moment, dass ich mal online gehen kann.
Schweizer Internet hat bisher nicht, Prepaid wollte ich nicht und einen Vertrag wollte man mir nicht geben, mit einer Aufenthaltsbewilligung, die weniger als ein Jahr gilt...
Heute Nacht gehts wieder nach CH, hab dann morgen abzuladen, bei Coop Möhlin und einen Kunden in Alschwill.
Gut, letzte Woche war ich mal wieder da, wen auch nur kurz, hatte nämlich in Madrid, wie üblich, bei Iberia abgeladen und dann das Wochenende praktisch frei (die obligatorische 45h-Pause). Dann per Fern-Bus (Alsa Supra) bis nach Cartagena und dort wurde ich von Christoph abgeholt. Mit dem Zug (der schneller gewesen wäre, konnte ich nicht fahren, weil - typisch 3. Welt - keine Plätze mehr frei gewesen waren...).
Am Sonntag musste ich aber dann leider schon wieder los, nachmittags, um Montag Abend in Perpignan zu sein, mit entsprechender Ruhepause. Jetzt hab ich aber den BMW in Madrid, am Flughafen stehen, so das ich nächstes Mal flexibler bin. Jetzt im Sommer wird es wahrscheinlich auch öfter vorkommen, dass ich auch mal 3-4 Tage da bleiben kann, wenn es weniger Rückladungen gibt.
Im Moment bin ich gerade wieder mal in Chavaillon, zum laden, sitze mit Kollegen Daniel bei Mc Donnalds. Hier ist ja Wifi-Zugang - daher auch ein seltener Moment, dass ich mal online gehen kann.
Schweizer Internet hat bisher nicht, Prepaid wollte ich nicht und einen Vertrag wollte man mir nicht geben, mit einer Aufenthaltsbewilligung, die weniger als ein Jahr gilt...
Heute Nacht gehts wieder nach CH, hab dann morgen abzuladen, bei Coop Möhlin und einen Kunden in Alschwill.
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